"Von Trapezunt nach Ankara"
Hethiter, Römer und Osmanen
von Do, 18. 06. bis Do, 25.06. 2026
2. Tag: Trapezunt und Kloster Sümela
Trapezunt war im 7. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern gegründet worden und gehörte von 1204 bis 1461 zum Kaiserreich Trapezunt, als die Dynastie der Komnenen herrschte. In dieser Zeit entstanden die byzantinische Kathedrale Hagia Sophia und fast alle weiteren, historisch bedeutenden Bauwerke. Die Hagia Sophia wurde als im 13. Jahrhundert errichtet, als Trapezunt die Hauptstadt des gleichnamigen Kaiserreichs war und birgt noch prächtige spätbyzantinische Fresken. Die mächtigen Stadtmauern blieben vor allem im Westteil gut erhalten und wurden laut Inschrift 1324 vollendet Die Orta Hisar Camii befindet sich in der mittleren Festung. Die Moschee ist die ehemalige Kathedrale Panaghia Chrysokephalos, benannt nach einer Marienikone, die in der Kirche verwahrt wurde und einen goldenen Heiligenschein besaß. Das griechische Nonnenkloster Panaghia Theoskepastos (türkisch Kızlar Manastırı, „Mädchenkloster“) am Nordwesthang des Boztepe wurde an der Stelle eines Mithräums eingerichtet. Das Kloster Sümela liegt in phantastischer Lage und scheint fast am Steilabhang des Zigana-Gebirges zu schweben. Trotz mehrfacher Zerstörung blieben beeindruckende Architektur- und Freskenreste erhalten. 100 km.
3. Tag: Ins Teeanbaugebiet nach Rize
Heute geht es zunächst zu einer Teepause an den malerisch gelegenen See von Uzungöl, danach geht es weiter nach Rize. Die „Hauptstadt des Tees“ wird von der mächtigen Burg überragt, deren Ursprünge auf Justinian I. zurückgehen. Im Stadtmuseum machen wir uns mit der Stadtgeschichte vertraut und besuchen danach die bedeutendste Moschee der Stadt, die Kursumlu Camii aus dem 16. Jahrhundert. Anschließend erfahren wir bei einer Führung durch eine Teemanufaktur alles Wissenswerte über das aromatische Heißgetränk. 290 km.
4. Tag: Trapezunt – Amasya
Nach einem zeitigen Frühstück ist unser erstes Ziel heute Giresun mit seiner mächtigen Festung, von der wir einen prachtvollen Blick auf die Bucht von Giresun genießen. Mit der Seilbahn geht es danach von Altinordu auf den Boztepe, ein weiterer wunderschöner Aussichtspunkt auf die Bucht von Ordu, das vor allem für seine Haselnuss-Plantagen bekannt ist. Die Weiterfahrt führt uns dann über Samsun durch das Pontische Gebirge nach Amasya., 480 km.
5. Tag: Amasya
Die uralte Stadt Amasya liegt zu Füßen des Canik-Gebirges am Yesilirmak, dem antiken Iris-Fluss und gilt geradezu als „Freilichtmuseum osmanischer Architektur. Zahlreiche Moscheen, Medresen und Türben prägen das Stadtbild, gemeinsam mit der am Hügel thronenden Burganlage und den Gräbern der pontischen Könige. Im Museum für die Geschichte der Medizin und Chirurgie, untergebracht in einem wunderschönen Gebäude aus der Ilkhaniden-Zeit, erfahren wir mehr über den außerordentlich hohen Standard der Medizin im osmanischen Reich. Das Amasya-Museum führt uns in die reiche Geschichte der Stadt ein. Vom späten Neolithikum bis zum frühen Chalkolithikum sind Werke vieler Zivilisationen aus der Bronzezeit, hethitischer, urartuscher, phrygischer, skythischer-cimmerischer, persischer, pontischer, byzantinscher, seldschukischer und osmanischer Zeit zu sehen.
6. Tag: Amasya – Ankara
Von Amasya aus geht via Corum nach Bogazkale, zu den Ausgrabungsstätten der einstigen Hauptstadt der Hethiter, Ḫattuša und dem Heiligtum von Yazilikaya. Ḫattuša war von ca. 1650 bis 1180 v. Chr. Hauptstadt und zentraler Kultort des Hethitischen Großreiches mit Sitz der Großkönige und Reichsverwaltung. Neben Ägypten, Mitanni und Assyrien/Babylonien waren die Hethiter eine der Großmächte Westasiens. Einzigartige Monumente der hethitischen Kultur werden hier archäologisch erforscht. Dazu zählen die etwa sieben Kilometer langen Stadtmauern mit ihren eindrucksvollen Toren, zahlreiche Tempel, der Palast und Keilschrifttafelarchive, die ein Schlüssel zum Verständnis von Religion und Kult, Staatspolitik, historischer Geographie und vielen anderen Aspekten des Lebens in der Spätbronzezeit sind. Yazilikaya war Kultstätte und Begräbnisort, wahrscheinlich das wichtigste Heiligtum der hethitischen Hauptstadt. Faszinierend sind vor allem die Prozessionen der Götter, Tiere und Chimären. 2019 wurde eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht, wonach die Mehrzahl der Götter in Yazılıkaya so angeordnet ist, dass die Anlage als ewiger Lunisolarkalender verwendet werden kann. Nach der Besichtigung Weiterfahrt nach Ankara. 380 km.
7. Tag: Ankara und Gordion
Das 1895 wiederentdeckte Gordion war die Hauptstadt des Phrygerreiches und der Legende nach jener Ort, an dem Alexander Große den „Gordischen Knoten“ durchschlug. Der große Tumulus in der Nähe von Gordion, der sehr viele kostbare Grabbeigaben enthielt, wurde lange als mögliches Grab des Midas angesehen. Einige Gegenstände wurden damals aufgrund stilistischer Kriterien auf den Zeitraum um 700 v. Chr. datiert. Für ein Stück Holz wurde dendrochronologisch als Fälldatum das Jahr 718 v. Chr. ermittelt. Nach dem Besuch des Museums geht es zurück nach Ankara, wo wir das Parlament, ein Werk des österreichischen Architekten Clemens Holzmeister, besuchen, dann Antikabir, das Mausoleum des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk, sowie die gigantische Kocatepe-Moschee, die 24.000 Gläubigen Platz bietet. 190 km.
8. Tag: Ankara – Wien
Ein absoluter Höhepunkt am Ende unserer Reise ist zweifelsohne der Besuch des Museums für anatolische Zivilisationen mit prachtvollen Exponaten aus dem Paläolithikum, dem Calcolithikum, der frühen Bronzezeit, der Zeit der assyrischen Handelskolonien, dem alten hethitischen und hethitischen Kaiserzeitalter, dem phrygischen Königreich, dem späten hethitischen Königreich und dem urartischen Königreich. Weiters faszineren Exponate aus der klassischen Periode und Ankara im Laufe der Zeit. Nach einem Abstecher zum Augustus-Tempel und der Säule des Julian besichtigen wir zum Abschluß die unmittelbar daneben gelegene Haci Bayram Moschee mit der Türbe des Dichters und Musikers aus dem 15. Jahrhundert. Danach Transfer zum Flughafen Esenboga und Heimflug von Ankara via Istanbul nach Wien 18.00 – 21.55 Uhr.
8 Tage Flug/Bus/Halbpension
Donnerstag, 18.06. – Donnerstag, 25.06. 2026
Pauschalpreis: € 2290,-
Einbettzimmerzuschlag: € 290.-
Leistungen:
Linienflüge mit Turkish Airlines incl. aller Gebühren, Busfahrt wie im Programm angegeben, Hotels**** in Trabzon, Amasya und Ankara mit Frühstück und Abendessen, alle Besichtigungen und Ausflüge wie beschrieben, drahtlose Audiosysteme, Reiseleitung Johannes Grumet und örtliche Reisebegleitung
Nicht inkludiert: Eintrittsgebühren, Reiseversicherung
Mindestteilnehmerzahl: min. 10/max. 18 Personen
Wir raten Ihnen zum Abschluß einer Reiseversicherung !
