"Von Münster nach Paderborn"

Juwelen der Kunstgeschichte in Westfalen
von  Mo, 25. 05. bis Di, 02.06. 2026

1. Tag: Wien – Münster

Morgens Flug von Wien nach Düsseldorf mit Austrian Airlines 07.15 – 08.50 Uhr, danach Weiterfahrt nach Cappenberg zur wunderschönen Stiftskirche St. Johannes Evangelista. Zu den prachtvollsten Ausstattungsstücken zählt der sogenannte „Cappenberger Kopf“, ein Reliquiar aus vergoldeter Bronze aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Dann erreichen wir das Schloß Nordkirchen, gerne auch „Westfälisches Versailles“ genannt, die größte und bedeutendste Schloßanlage Westfalens mit einem herrlichen Schloßpark. Abends Ankunft in Münster. 140 km.

2. Tag: Münster 

Die alte Bischofsstadt Münster birgt in Ihrer Altstadt Kostbarkeiten sonder Zahl. Der St. Paulus Dom geht auf das 13. Jahrhundert zurück, die Bistumsgründung reicht allerdings bis ins Jahr 805 zurück. Beeindruckend die Vorhalle des Paradieses mit ihrem prachtvollen Skulpturen-schmuck. Auch das Innere birgt wertvolle Ausstattungsstücke, vor allem die berühmte Astronomische Uhr. Nur ein paar Schritte erhebt sich mit der sogenannten „Überwasserkirche“ ein weiterer bedeutender Sakralbau. Die jetzige gotische Hallenkirche wurde gemäß einer Inschrift über dem Westportal seit 1340 errichtet, und zwar durch die Kirchengemeinde. Die Bauzeit des wuchtigen Turmes zog sich von 1363 bis in den Beginn des 15. Jahrhunderts hin. Die Universitätskirche leitet uns weiter in Richtung Prinzipalmarkt mit der Lambertikirche, der ersten Kirche der Kaufmanns-siedlung. Ihr jetziges Erscheinungsbild erhielt die Kirche beim fünften Neubau, der etwa 1440 vollendet war. Berühmt wurde die Kirche durch die drei Eisenkäfige am Turm, in den die Leichname der Wiedertäufer Jan van Leiden, Bernd Krechting und Bernd Knipperdolling zur Schau gestellt wurden. Im Friedenssaal des Alten Rathauses begeben wir uns auf die Spuren des „Westfälischen Friedens von 1648“, der in Münster und Osnabrück ausgehandelt wurde. Kostbarste Exponate bewundern wir zum Abschluß im LWL-Museum für Kunst und Kultur.

3. Tag: Ausflug Osnabrück 

Das historische Rathaus der Stadt Osnabrück wurde zwischen 1487 und 1512 im spätgotischen Stil erbaut, weist aber bereits deutliche Merkmale der Renaissance auf. Auch hier birgt der Friedenssaal die Erinnerungen an den Westfälischen Frieden, darunter 42 Portraits europäischer Gesandter. Die Ursprünge der Marienkirche reichen zurück bis in das 8. Jahrhundert, als der Lütticher Bischof Agilfred um das Jahr 787 eine erste Kirche an diesem Ort weihte. Der Bau der heutigen gotischen Hallenkirche begann im 13. Jahrhundert und war zwischen 1430 und 1440 abgeschlossen. Des weiteren wird der Markt durch die Stadtwaage und die schönen bunten Treppengiebelhäuser geprägt. Der Dom St. Petrus entstand erstmals mit der Bistumsgründung durch Karl den Großen 785, der heutige Bau entstand großteils im 12./13. Jahrhundert. Das Innere birgt ein herrliches Triumphkreuz von 1320, das prachtvolle Taufbecken und der Antwerpener Passionsaltar. Im Diözesanmuseum bewundern wir prachtvolle Exponate vom Mittelalter bis zum Barock. Den Abschluß bildet heute das Museum Varusschlacht in Kalkriese, das an die verheerende Niederlage der Römer gegen die germanischen Stammeskrieger unter Arminius erinnert. 240 km.

4. Tag: Freckenhorst, Harsewinkel und Telgte

In Freckenhorst beeindruckt die Stiftskirche St. Bonifatius mit ihren wuchtigen romanischen Formen. Glanzstück der Ausstattung i der prachtvolle Taufstein aus dem 12. Jahrhundert. Danach besuchen wir das ehemalige Zisterzienserkloster von Harsewinkel/Marienfeld. Die Klosterkirche in Marienfeld ist ein kreuzförmiger romanischer Bau, der von 1185 bis 1222 errichtet wurde.  Glanzstück der Ausstattung ist der vielfigurige Passionsaltar von Evert van Roden aus der Zeit um 1525. Am Heimweg besuchen wir das Religio Museum in Telgte, das mit dem „Telgter Hungertuch“ ein für Westfalen ein äußerst seltenes und kostbares Fastentuch zeigt. 100 km.

5. Tag: Münster – Paderborn

Unser erstes Ziel ist heute der Möhnesee mit der Drüggelter Kapelle, einem interessanten Zentralbau aus dem 12. Jahrhundert. Die einstige Hansestadt Soest ist wahrlich eine „Stadt der Kirchen“. Die ehemalige Stiftskirche St. Patrokli wird von dem gewaltigen Westturm beherrscht, der als der schönste Turm romanischer Architektur in Deutschland gilt. Der romanische Bau entstand nach 965 als Stiftskirche, nachdem zuvor die Gebeine des namengebenden Heiligen Patroklus von Troyes nach Soest überführt wurden. Als „Alde Kerke“ 1174 erstmalig urkundlich erwähnt, gilt St. Petri als die älteste Kirchengründung Westfalens. Der älteste, heute nicht mehr nachzuweisende Gebäudeteil, stammt bereits aus dem 8. Jahrhundert. Der Chor von 1277 ist gotischen Ursprungs, während der Turmhelm typisch barocke Züge trägt. Im Norden der Altstadt ragen die Türme von St. Maria zur Wiese, von den Soestern kurz “Wiesenkirche” genannt, in den Himmel. Sie zählt zweifelsfrei zu den schönsten spätgotischen Hallenkirchen Deutschlands. Der Grundstein für den heutigen Bau wurde 1313 gelegt. Im Inneren fasziniert neben bedeutenden Tafelmalereien aus dem 14. und 16. Jahrhundert, besonders das „Westfälische Abendmahl“-Fenster über dem Nordportal. Es wurde um 1500 von einem unbekannten Künstler geschaffen und zeigt Jesus beim Abendmahl mit seinen Jüngern. Allerdings befinden sich hier statt Wein und Brot Schinken, Bier und Pumpernickel auf dem Tisch. Am Ende der Hohen Gasse liegt St. Maria zur Höhe, genannt Hohnekirche. Sie entstand mit ihren prächtigen Decken- und Wandmalereien um 1220. Der byzantinische Einfluss wird am deutlichsten bei der Deckenmalerei im Hauptchor, dem Engelreigen, sichtbar. Einzigartig in Deutschland ist das Scheibenkreuz auf der rechten Seite des Altars. Abends Ankunft in Paderborn. 150 km.

6. Tag: Paderborn

Die alte Bischofsstadt Paderborn verdankt ihre Gründung Karl dem Großen. Der Dom wurde vornehmlich in spätromanischen und gotischen Formen errichtet und wird von seinem gewaltigen Chorturm überragt. Großartig präsentiert sich die reichgeschmückte Paradiespforte. Im Inneren beeindrucken der gotische Hochaltar, die schöne Doppelmadonna von 1480 und eine der größten Krypten Deutschlands. Im Kreuzgang befindet sich das berühmte Hasenfenster aus dem 16. Jahrhundert  – “der Hasen und der Löffel drei und doch hat jeder Hase zwei”. Den Domschatz bewundern wir im Diözesanmuseum, unter anderem die berühmte „Imad-Madonna“. Danach widmen wir uns den Kaiserpfalzen, den Überresten der karolingischen und der wiederaufgebauten ottonisch-salischen Pfalz. Davor befindet sich mit der Bartholomäus-Kapelle die älteste bekannte Hallenkirche Deutschlands. Über den Marktplatz geht es zum prachtvollen Alten Rathaus, einem Paradebeispiel der Weserrenaissance. Die doppeltürmige Abdinghofkirche des 1015 gegründeten einstigen Abdinghofklosters besticht durch Ihre reinen frühromanischen Formen. Die ebenfalls von Bischof Meinwerk gestiftete, reich ausgestaltete Busdorfkirche weist noch ihren wunderschönen romanischen Kreuzgang auf.

7. Tag: Detmold und die Externsteine

Bis heute ist sich die Wissenschaft uneins über die Bedeutung der berühmten Externsteine. Zweifelsohne waren sie bereits seit dem Mittelalter als Wallfahrtsstätte bekannt, davor wäre eine Nutzung als keltisches und germanisches Heiligtum denkbar. Das Fürstliche Residenzschloß in Detmold entstand aus einer mittelalterlichen Wasserburg. Das Schloss war vom 16. Jahrhundert bis 1918 Sitz der regierenden Grafen und Fürsten zur Lippe und ist immer noch Stammsitz der Familie. Die prächtigen Innenräume spiegeln die Blütezeit der Weserrenaissance wider. Nahebei erhebt sich das „Hermannsdenkmal“, eine Erinnerung des 19. Jahrhundert an die Schlacht im Teutoburger Wald. Danach geht es nach Höxter zur ehemaligen Benediktinerabtei Corvey mit dem großartigen karolingischen Westwerk, nicht umsonst UNESCO-Welterbe. 150 km.

8. Tag: Lippstadt, Benninghausen und Geseke


In Lippstadt erwartet uns mit der Marktkirche St. Marien ein romanisch-gotischer Bau mit mächtigem Westturm, einem prachtvollen Sakramentshaus und zwei neuen Fenstern von Markus Lüpertz. Im Vorort Cappel besticht die ehemalige Prämonstratenserinnen-Kirche St. Maria und Andreas mit reichhaltiger gotischer Ausstattung. Kloster Benninghausen wurde 1240 von dem Ritter Johann von Erwitte und seiner Frau Hildegunde als Tochterkloster des Zisterzienserinnenklosters Gevelsberg gestiftet. Im  Inneren der Klosterkirche St. Martinus erwartet uns ein prachtvolles Sakramentshaus und vor allem das „Benninghauser Kruzifix“, vermutlich um 1070 in Köln gearbeitet, ein ungemein beeindruckendes Beispiel frühromanischer Schnitzkunst. Mit der ehemaligen Kanonissenstiftskirche St. Cyriakus in Geseke erwartet uns ein weiteres Beispiel einer spätromanischen Stufenhalle mit reicher Ausstattung. 100 km.

9. Tag: Paderborn – Wien 

Lemgo wurde 1190 an einem Kreuzungspunkt wichtiger Handelswege als Planstadt durch die Herren zu Lippe gegründet. Die Altstadt hat ihren mittelalterlichen Charakter gut erhalten, wunderschöne Beispiele dafür sind das Rathaus, das „Hexenbürgermeisterhaus“, Schloß Brake oder auch die prächtige Kirche St. Nicolai. Danach geht es weiter nach Minden, nördlich der Porta Westfalica gelegen und direkt am Wasserstraßenkreuz, wo der Mittellandkanal die Weser überquert. Hier widmen wir uns dem Mindener Dom mit seinem beeindruckenden romanischen Westwerk und vor allem der Domschatzkammer, einer der bedeutendsten Sammlungen christlicher Kunst in Deutschland. Danach Weiterfahrt zum Flughafen von Hannover und Heimflug mit Austrian Airlines 20.15 – 21.40 Uhr nach Wien.

9 Tage Flug/Bus/Halbpension

Montag, 25.05. – Dienstag, 02.06. 2026

Pauschalpreis: 2390,-

Einbettzimmerzuschlag: 240.-

Leistungen: 

Linienflüge incl. aller Taxen, Busfahrt wie im Programm, Hotels****  in Münster und Paderborn mit Frühstücksbuffet und Abendessen, alle Besichtigungen und Ausflüge wie beschrieben, drahtlose Audiosysteme, Reiseleitung Johannes Grumet

Nicht inkludiert: Eintrittsgebühren, Reiseversicherung

Mindestteilnehmerzahl: min. 12/max. 20 Personen

Wir raten Ihnen zum Abschluß einer Reiseversicherung !