"Zum ältesten Tempel der Menschheit"

Vom Göbekli Tepe zum Nemrud Dag und den Mosaiken von Zeugma
von Di, 04.10. bis Mo, 10.10. 2022

1. Tag: Wien – Sanliurfa

Vormittags Linienflug mit Turkish Airlines von Wien via Istanbul nach Sanliurfa 11.05 – 19.30 Uhr, danach Transfer zum Hotel.

2. Tag: Göbekli Tepe und Urfa

Die Neuentdeckung der Tempelanlagen vom Göbekli Tepe Mitte der Neunziger Jahre durch den deutschen Archäologen Klaus Schmidt kam einer Weltsensation gleich. Das DAI grub hier den wohl ältesten Tempelkomplex der Menschheit aus. Göbekli Tepe ist eine Anordnung von mindestens zweihundert T-förmigen Steinsäulen mit einer Höhe von bis zu 6 Metern und einem Gewicht von 22 Tonnen, wobei die ältesten Überreste ein Alter von 12.000 Jahren erreichen. Die Säulen sind mit faszinierenden Bildern und komplizierten Symbolen bedeckt. Die schönsten dieser Stelen sind in dem wunderschönen neuen Museum im nahegelegenen Sanliurfa ausgestellt. Nach dem Museumsbesuch besichtigen wir die Mosaiken von Haleplibahce, erst vor kurzem in der Nähe des „Teiches von Abraham“ als Überreste des antiken Edessa entdeckt.

3. Tag: Urfa und Harran

Unser Ausflug führt uns heute zunächst ins biblische Harran, wo laut der Überlieferung Terach, Abraham und Jakob weilten und das in früher Zeit ein bedeutender Karawanenplatz war. Charakteristisch sind die „Bienenkorbhäuser“, die den apulischen Trulli ähneln. In Sanliurfa, dem antiken Edessa gibt es eine Fülle von Kostbarkeiten. Wir besuchen die Zitadelle, besuchen den berühmten „Teich des Abraham“, einige der schönsten Moscheen und bummeln zum Abschluß durch den Basar.

4. Tag: Sanliurfa – Adiyaman

Nach dem Besuch des „Heilenden Brunnen“ des Hiob geht es zum Euphrat. Der Atatürk- Staudamm am Euphrat ist der erste, wichtigste und größte der 22 Staudämme des Südostanatolien-Projektes (GAP) in der Türkei. Der nach Mustafa Kemal Atatürk benannte Stausee ist etwa 1,5-mal so groß wie der Bodensee. Das höchst umstrittene Monsterprojekt hat wichtige historische und archäologische Stätten wie etwa die antike Metropole Samosata oder Zeugma dauerhaft überflutet. Nach geht es weiter Richtung Norden zur Cenderes-Brücke aus römischer Zeit und schließlich nach Adiyaman.

5. Tag: Nemrud Dag und Arsameia

Arsameia wurde im dritten Jahrhundert v. Chr. vom armenischen König gegründet. Dieser nahm 235 v. Chr. den Seleukiden Antiochos
Hierax auf dessen Flucht vor seinem Bruder Seleukos II. auf, der vom kommagenischen König Antiochos I. später als sein Vorfahr bezeichnet wurde. Die Sommerresidenz der kommagenischen Herrscher liegt auf einem Gipfelplateau und wurde durch Antiochos I. in eine Kult- und Grabstätte (Hierothesion) für seinen Vater umgewandelt. Danach besuchen wir den gewaltigen Tumulus von Karakus. Am Nachmittag erreichen wir den Nemrud Dag, den „Götterberg“. Auf seinem Gipfel erhebt sich eine monumentale Kombination aus Heiligtum und Grabstätte. Sie wurde von dem späthellenistischen König Antiochos I. Theos (69–36 v. Chr.) von Kommagene errichtet, der dafür den Begriff Hierothesion prägte. Das Heiligtum sollte Zentrum einer neuen Religion sein, die persische und griechische Mythologie vereinte. Nach einer Wanderung von etwa 30 Minuten erreichen wir die Gipfelterrassen mit den beeindruckenden Monumentalskulpturen.

6. Tag: Adiyaman – Gaziantep

Heute geht es nach Gaziantep. Im Zentrum der Stadt liegt die Zitadelle aus seldschukischer Zeit auf dem zentralen Hügel, der schon in der Antike Befestigungsanlagen besessen hatte. Größte Aufmerksamkeit aber verdient das Zeugma-Museum, das wohl größte Mosaiken- Museum der Welt. Die hellenistische Stadt Zeugma war ein bedeutender Handelsort an der Seidenstraße, was der Bevölkerung großen Reichtum bescherte, der sich in einer regen Bautätigkeit manifestierte. Die Gesamtfläche des Museumsbaus beträgt 30.000 m², die Ausstellung nimmt in drei Stockwerken etwa ein Drittel davon ein. Das Museum beherbergte zum Zeitpunkt der Eröffnung Mosaike mit einer Gesamtfläche von 1450 m² sowie weitere 1000 m², die sich noch in Restaurierung befinden. Damit hat das Museum das bisher größte Mosaikmuseum in Tunis überflügelt und besitzt die weltweit größte Mosaiksammlung. Dazu kommen 140 m² an Fresken, Statuen, vier römische Brunnen, Säulen, Stelen und Sarkophage sowie eine bronzene Statue des Kriegsgottes Mars. Letztere ist 1,45 m hoch und auf einer sechs Meter hohen Säule so aufgestellt, dass sie von nahezu jedem Punkt des Gebäudes aus sichtbar ist.

7. Tag: Gaziantep – Wien

Am Vormittag haben wir noch Gelegenheit zu einem Bummel durch den traditionellen Markt von Gaziantep, mittags Fahrt zum Flughafen und Heimflug mit Turkish Airlines via Istanbul 14.45 – 21.15 Uhr nach Wien.

7 Tage Flug/Bus/Halbpension

Dienstag, 04.10. – Montag, 10.10. 2022

Pauschalpreis: € 1690,-

Einbettzimmerzuschlag: € 240.-

Leistungen:

Flüge mit Turkish Airlines incl. aller Gebühren, Busfahrt wie im Programm, Hotels**** im Sanliurfa, Adiyaman und Gaziantep mit Frühstücksbuffet und Abendessen, alle Besichtigungen und Ausflüge wie beschrieben, drahtlose Audiosysteme, Reiseleitung Johannes Grumet und örtliche Reisebegleitung

Nicht inkludiert: Eintrittsgebühren, Reiseversicherung

Mindestteilnehmerzahl: min. 10/max. 16 Personen

Wir raten Ihnen zum Abschluß einer Reiseversicherung !