"Vom Mürz- ins Murtal"

Vom Neuberger Münster zum ältesten Stift der Steiermark

Do, 29. 07. – So, 01. 08. 2021

1.Tag: Wien – Leoben

Die ehemalige Spitalkirche und heutige Pfarrkirche von Spital/Semmering wurde 1160 erbaut und 1163 von Erzbischof Eberhard von Salzburg geweiht. Der heutige Kirchenbau entwickelte sich in drei größeren Bauperioden: in der Romanik, einem „Übergangsstil“ von Romanik und Frühgotik und der Spätgotik. 1327 wurde auf Initiative des Herzogs Otto der Fröhliche mit Mönchen aus dem Stift Heiligenkreuz in Neuberg an der Mürz ein Kloster gegründet, welches 1786 von Kaiser Joseph II. aufgehoben wurde. Der Chor wurde 1461 vollendet, 1471 wurde der Hochaltar geweiht. Mit der Einwölbung und dem Aufbau des Dachstuhles – der Dachstuhl ist bis heute unversehrt erhalten – wurde die Stiftskirche vollendet. Besonders hervorzuheben ist der Kreuzgang des Münsters, welcher der einzige komplett erhaltene gotische in der Steiermark ist. Die Pfarrkirche von Allerheiligen ist eine spätgotische Hallenkirche, umgeben von einer Friedhofsmauer mit vier barocken Initienkapellen. Meister Christoph Marl aus Rottenmann baute das Langhaus in eine dreischiffige, quergeteilte Halle mit zwei, durch zwei mittige Rundpfeiler entstandene, querrechteckigen Joche um. Die bemerkenswerte Gewölbemalerei ist mit 1499 datiert und wurde 1955 freigelegt. Sie zeigt Rankenornamente und beim Heiliggeistloch einen Engel. St. Lorenzen ist die älteste Pfarre des Mürztales, urkundlich bereits 925 erwähnt. Der Bau entstand großteils im 13. Jahrhundert, erhielt 1343 einen gotischen Chor und im späten 15. Jahrhundert ein Netzrippengewölbe. Weiterfahrt in unser Standquartier nach Leoben. 200 km.

 

2. Tag: Bruck an der Mur und St. Erhard in der Breitenau

Heute erreichen wir zunächst Bruck/Mur. Durch die Lage an der Römerstraße gelangte die Siedlung „Poedicum“, wie Bruck in der Römerzeit hieß, zu immer mehr Bedeutung. Der größte Schatz der Ruprechtskirche ist wohl die fast vollständig erhaltene Weltgerichts-darstellung von 1416, die der Schule des Brucker Minoritenmeisters zugeschrieben wird. Das Fresko “Jüngste Gericht” entstand im Auftrag des Propstes und Erzpriesters Oelhaben von Thurego. Mit einer Fläche von 45 m² ist es das größte zusammenhängende Fresko aus dieser Zeit in Österreich. Die Stadtpfarrkirche bewahrt ein besonderes spätgotisches Juwel: Das spitzbogige gekehlte Sakristeiportal mit einer bemerkenswerten spätgotischen Tür. Mit seiner noch ganz in der Tradition der Renaissance errichteten Laube zählt der Eiserne Brunnen zu den bedeutendsten Schmiedeeisenarbeiten der Steiermark. Gegenüber liegt mit dem Kornmeß-Haus ein Juwel der Gotik. Der Bau der Minoritenkirche aus dem 13. Jahrhundert birgt in ihrem Inneren bemerkenswerte Fresken von hoher künstlerischer Qualität aus der Zeit um 1400. Auf die faszinierenden Spuren der Geschichte von Bruck begeben wir uns im Stadtmuseum. Die Kirche von St. Dionysen bei Oberaich wurde 1144 als Eigenkirche der Hochfreien von Gutenberg genannt und 1188 dem Stift Göß übertragen. Bemerkenswert an der Kirche sind die mittelalterlichen Wandmalereien im Chorraum. Den Abschluß bildet der Besuch der Pfarr- und Wallfahrtskirche von St. Erhard in der Breitenau. Die Kirche hat wunderschöne, leuchtende, gotische Fenster, die Inneneinrichtung wurde barockisiert. Die Glasfenster von St. Erhard zählen zu den bedeutensten Denkmälern der mittelalterlichen Glasmalerei im Alpenraum. 100 km.

 

3.Tag: Leoben

Heute besuchen wir Leoben mit dem uralten Stift Göss. Das Kloster wurde 1004 durch Adula von Leoben, Gemahlin Pfalzgraf Aribos I., und ihren Sohn Aribo, später Erzbischof von Mainz, auf Aribonengut gegründet. Göß war die einzige Reichsabtei im späteren Habsburgerreich. Um 1510 bis 1522 wurde unter der Äbtissin Margaretha von Mindorf (1514–1523) das Langhaus spätgotisch erneuert. Unter dem Chor befindet sich die dreischiffige Krypta, wo sich die um 1000 erbaute Umgangskrypta erhalten hat. An der Südseite der Kirche wurde die Michaelskapelle als einer der ersten frühgotischen Sakralbauten der Steiermark erbaut. Die Wände wurden 1277/81 mit vorzüglichen Fresken im Zackenstil ausgestattet. Die Pfarrkirche »Maria am Waasen« war das historische Zentrum der Vorstadt von Leoben. Prächtige Rankenmalerei schmückt das wundervolle Gewölbe und in den Chorschlussfenstern befinden sich 54 gotische Glasscheiben aus der Zeit um 1410. Bei einem Stadtbummel sehen wir das eindrucksvolle „Hacklhaus“, den „Schwammerlturm“ und die ehemalige Jesuitenkirche des heiligen Franz Xaver. Ihr prachtvoller Innenraum ist seit dem 17. Jahrhundert fast unverändert erhalten geblieben. Die Stadtpfarrkirche St. Joseph von Donawitz wurde von 1949 bis 1954 nach den Plänen der Architekten Karl Lebwohl und Kurt Weber-Mzell erbaut. Das Langhaus wird durch sechs stählerne Parabelbogen-Binder gegliedert, welche wie Gewölberippen und Wanddienste wirken. Wertvolle gotische Fresken bewundern wir zum Abschluß in der Pfarrkirche von Trofaiach. 30 km.

 

4. Tag: Leoben – Wien

Auf der Heimfahrt besuchen wir die Burg Oberkapfenberg. Im 13. Jahrhundert erbauten die Grafen von Stubenberg die heutige Burg als Wohn- und Verwaltungssitz. Um 1550 erfolgte der Umbau zur Renaissance-Festung. Danach erwartet uns in Mürzhofen ein weiteres Juwel der Spätgotik, die Pfarrkirche des heiligen Johannes. In Langenwang bewundern wir den gotischen Flügelaltar von 1509 in der Andreaskirche. Zum Abschluß besuchen wir das Brahmsmuseum in Mürzzuschlag. “Johannes Brahms auf Sommerfrische” lautet das Thema der erlebnisreichen Dauerausstellung des Museums im Wohnhaus des Komponisten während der Sommermonate 1884 und 1885. Insgesamt über neun Monate lebte Brahms in Mürzzuschlag und komponierte hier zur Gänze seine IV. Symphonie in e-moll sowie 30 Lieder und Chorwerke. Rückfahrt nach Wien. 160 km.

 

4 Tage Bus/Halbpension

Donnerstag, 29.07. – Sonntag, 01.08. 2021

Pauschalpreis: € 790,-

Einbettzimmerzuschlag: € 110.-

Leistungen:

Busfahrt wie im Programm, Hotel**** in oder bei Leoben mit Frühstücksbuffet und Abendessen, alle Besichtigungen und Ausflüge wie beschrieben, drahtlose Audioguides, Reiseleitung Johannes Grumet

Nicht inkludiert: Eintrittsgebühren, Reiseversicherung

Mindestteilnehmerzahl: min. 10/max. 20 Personen

Wir raten Ihnen zum Abschluß einer Reiseversicherung !