"Gotik in Tirol"

Meisterwerke der mittelalterlichen Architektur

Mi, 18.08. – So, 22.08. 2021

 

1. Tag: Wien – Innsbruck

Fahrt von Wien via Salzburg und das kleine Deutsche Eck an den Pillersee zur Kapelle St. Adolar. Der heutige gotische Bau stammt aus dem Jahr 1407. Der Raum ist mit bedeutenden Fresken geschmückt. An der Nordwand des Langhauses befinden sich drei Szenen aus einem christologischen Zyklus aus der Zeit um 1440, im Chorgewölbe einer der größten Marienzyklen in Tirol mit 35 Bildern aus dem Leben Mariens und alttestamentlicher Vorbilder, der um 1500 geschaffen wurde. Die Pfarrkirche St. Andreas in Kitzbühel wurde als dreischiffige spätgotische Hallenkirche nach Plänen von Stefan Krumenauer 1435-1506 erbaut. Der mächtige 48 Meter hohe Turm der Liebfrauenkirche birgt die “Große Glocke”,mit 6.374 kg gilt sie als die klangschönste des Landes. Die Leonhardskirche bei Kundl ist neben der Schwazer Stadtpfarrkirche der bedeutendste spätgotische Sakralbau des Tiroler Unterlandes mit prachtvollem Interieur. Am Nachmittag Weiterfahrt in den Raum Innsbruck. 480 km.

 

2. Tag: Innsbruck und Ambras

In der Hofburg von Innsbruck erinnerte man 2019 mit der Ausstellung „Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit“ an den bedeutenden Sohn Friedrichs III., die nun in die Dauerausstellung integriert wurde. Seine „Ewige Gedechtnuß“ hinterließ Maximilian mit seinem gewaltigen Grabmal in der Hofkirche, besser bekannt als „Schwarzmanderkirche“. Mit dem „Goldenen Dachl“ hinterließ er ein weiteres Denkmal mit interessantem Bildprogramm. Daneben bleibt aber noch Zeit für die schöne Innsbrucker Altstadt und ihre bedeutendsten Kirchen und Profanbauten. Schloß Ambras war einst die Burg der Grafen von Dießen-Andechs, deren Vorfahren schon im 10. Jahrhundert dort ad umbras (im Schattigen) residierten. Nach dem Tod der letzten Görzerin, Margarete von Tirol, fiel die Burg 1363 an die Habsburger. Kaiser Maximilian I. nutzte sie als Jagdschloss. In der Renaissance wurde die mittelalterliche Burg von Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595) ausgebaut. 50 km.

 

3. Tag: Schwaz und Hall

Heute erreichen wir zunächst Hall in Tirol. Die geschmackvollen Bauten der Haller Altstadt zeugen von der Vergangenheit als wohlhabende Stadt. Hall wurde im Mittelalter durch die Salzgewinnung zum bedeutendsten Wirtschaftsplatz Nordtirols. Die Stadt war bereits im Mittelalter ein wichtiger Warenumschlagsplatz für den Handel auf dem Inn, die landesfürstliche Münzstätte, die ab Mitte des 15. Jahrhunderts in Hall angesiedelt war, trug wesentlich zum weiteren wirtschaftlichen Aufschwung bei. Nach einem Rundgang mit dem Besuch der prachtvollen Pfarrkirche geht es dann weiter nach Schwaz, das seinen einstigen Reichtum ebenfalls dem Bergbau verdankt. Die Schwazer Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt ist der größte und bedeutendste gotische Sakralbau Tirols. Das mächtige Gotteshaus ist ein Baudenkmal von außergewöhnlicher künstlerischer Qualität. Das Franziskanerkloster Schwaz mit seinem sehenswerten Kreuzgang mit gotischer Wandbemalung wurde 1515 eingeweiht. Im Turm der Burg Freundsberg ist das Museum der Stadt Schwaz untergebracht. Es zeigt unter anderem die Entwicklung der Stadt und den Bergbau in Schwaz. 60 km.

 

4. Tag: Innsbruck, Seefeld und Imst

Die Pestsäule in Ampass, als Viertelsäule bekannt, steht an der Straße nach Hall in Tirol am Sonnenbühel und gilt als kunsthistorisch bedeutendste gotische Bildsäule in Nordtirol. Der Chor der Oswaldikirche in Seefeld wurde laut Inschrift 1429 vom Baumeister Stefan von Zirl unter Herzog Friedrich mit der leeren Tasche begonnen und 1432 geweiht. Der Bau der Kirche wurde unter dem Herzog Siegmund der Münzreiche weitergeführt und gilt als wundervolles Beispiel der Tiroler Gotik. Ein besonderes Augenmerk gilt der spätgotischen Hallenkirche Mariä Himmelfahrt in Imst. Ein eindrucksvolles Werk aus dem 15. Jahrhundert mit dem höchsten Kirchturm Tirols (84,5m) und Fresken an den Außenwänden. Am Nachmittag widmen wir uns dann in Innsbruck den gotischen Schätzen im Landesmuseum Ferdinandeum. 100 km

 

5. Tag: Innsbruck – Wien

Heute erreichen wir zunächst das herrlich gelegene Schloß Tratzberg. Es wurde in seiner jetzigen Gestalt im Wesentlichen von den Brüdern Veit-Jakob und Simon Tänzl um 1500 erbaut und stellt ein ausgezeichnetes Beispiel einer Renaissance-Schlossanlage im Alpenraum dar. 1296 war bereits eine Burg namens Trazperch an dieser Stelle erwähnt; sie wurde 1490/91 durch einen Brand zerstört. Danach Weiterfahrt in den einst bedeutenden Bergbauort Rattenberg mit seinem guterhaltenen mittelalterlichen Zentrum. Hoch über der südlichen Häuserzeile der Pfarrgasse steht Rattenbergs Pfarrkirche St. Virgil. Dieser im Kern gotische Bau ist eines der Hauptwerke der Hagauer Bauhütte und entstand zwischen 1473 und 1506. Nach dem Besuch geht es dann über Linz wieder zurück nach Wien. 480 km.

5 Tage Bus/Halbpension

Mittwoch, 18.08. – Sonntag, 22.08. 2021

Pauschalpreis: € 990,-

Einbettzimmerzuschlag: € 140.-

Leistungen:

Busfahrt wie im Programm, Hotel**** im Raum Innsbruck mit Frühstücksbuffet und Abendessen, alle Besichtigungen und Ausflüge wie beschrieben, drahtlose Audioguides, Reiseleitung Johannes Grumet

Nicht inkludiert: Eintrittsgebühren, Reiseversicherung

Mindestteilnehmerzahl: min. 10/max. 16 Personen

Wir raten Ihnen zum Abschluß einer Reiseversicherung !